» Bindungseinstellung (Z-Wert)

Z-Wert / DIN-Wert für Skibindungen

Der Z-Wert, auch DIN-Wert nach der internationalen Sicherheitsnorm ISO 11088 genannt, ist der Auslösewert für Skibindungen. Er wird auf dem Vorder- und Hinterbacken der Bindung angezeigt und kann je nach Skischuhkonstruktion leicht vom berechneten Wert abweichen. Der Z-Wert legt fest, bei welchem Drehmoment die Bindung auslösen soll, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Sicherheitsnormen für Skibindungen

Moderne Skibindungen werden nach folgenden internationalen Normen geprüft und zertifiziert:

  • ISO 11088: Festlegung der korrekten Einstellung des Ski-Bindungs-Schuhe-Systems.
  • ISO 9462: Anforderungen an Auslöse- und Haltekräfte von Alpinskibindungen.
  • ISO 11328: Prüfverfahren für die Auslösefunktion unter unterschiedlichen Belastungsbedingungen.

Diese Normen stellen sicher, dass Auslösewerte biomechanisch sinnvoll sind und das Risiko von Schienbeinbrüchen und Bandverletzungen reduziert wird.

Wie funktioniert der Auslösewert?

Die Bindung löst aus, wenn das auf den Schienbeinknochen wirkende Drehmoment einen vorgegebenen Grenzwert übersteigt. Der Z-Wert ist eine dimensionslose Kennzahl, die proportional zum benötigten Auslösedrehmoment steigt. Belastungen der Muskulatur oder Bänder werden dabei nicht berücksichtigt – die Norm bezieht sich ausschließlich auf die Krafteinwirkung auf den Schienbeinknochen.

Für die Ermittlung des Z-Werts gibt es zwei offiziell anerkannte Methoden:

  • Tibiamethode: Die Breite des Tibiakopfs (Caput tibiae) wird gemessen. Der Wert wird unter Einbeziehung von Tibia-Breite, Alter, Geschlecht, Fahrertyp und Skischuh-Sohlenlänge berechnet.
  • Gewichtsmethode: Tabellenwerte ergeben sich statistisch aus Körpergröße, Gewicht, Alter, Geschlecht, Fahrstil und Skischuh-Sohlenlänge.

Biomechanische & statistische Grundlagen

Beide Methoden basieren auf statistischen Durchschnittswerten des eurasischen Körperbautyps. Das Alter hat aufgrund veränderter Knochendichte Einfluss auf den Z-Wert, ebenso das Geschlecht – Frauen besitzen im Durchschnitt einen feineren Knochenbau als Männer. Diese Faktoren werden in die standardisierten Z-Wert-Tabellen integriert.

  • Altersbedingte Unterschiede in der Knochendichte
  • Geschlechtsspezifische strukturelle Unterschiede
  • Standardisierte Normwerte für sichere Auslösekräfte